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Erfolgreich durch die Krise: Heulst du noch oder handelst du schon?

Krise wird im Chinesischen mit zwei verschiedenen Schriftzeichen dargestellt. Das erste der beiden Schriftzeichen hat dabei die Bedeutung „Gefahr“, das zweite Schriftzeichen bedeutet hingegen „Chance“. So gesehen ist eine Krise eine gefährliche Chance.

Das heißt, eine Krise ist nicht immer nur schlecht, sondern bietet auch die Möglichkeit für etwas Besseres.

Die Frage ist, auf welches der beiden Schriftzeichen du deinen Fokus legst: auf die Chance oder die Gefahr?

Natürlich gibt es in jeder Krise Gefahren. Die darf man auch keinesfalls übersehen und unterschätzen. Doch insgesamt gibt es wahrscheinlich mehr Chancen als Gefahren. Gute Manager und Führungskräfte sind in der Lage, in Krisen einen Blick für Chancen zu entwickeln.

Wenn du dich gedanklich mit der Krise beschäftigst, dann wirst du sehr viele Dinge erkennen, die jetzt nicht mehr so funktionieren wie bisher oder zumindest ungleich schwieriger sind.

Lauter Probleme. Ist das tragisch?

Nein, denn jedes dieser Probleme bietet eine Chance, eine passende Lösung dafür zu entwickeln. In der Krise füllt sich also der Markt mit Problemen, die von findigen Unternehmern gelöst werden wollen.

Vielleicht lassen sich diese Probleme nicht sofort lösen, weil dir das nötige Know How dazu fehlt. Dann bietet die Krise die Chance, diese Fähigkeiten jetzt zu erlernen, um zum gegebenen Zeitpunkt bereit für den Markt zu sein.

Die Kunst ist es einfach, aus den Problemen ein Business zu machen. Ist das unmenschlich? Aus meiner Sicht nein, weil du ja den Menschen damit auch hilfst. Davon profitierst sowohl du als auch deine Kunden in finanzieller und/oder emotionaler Hinsicht. Verändere also deinen Fokus weg von der Gefahr und hin zur Chance. Frei nach dem Pareto-Prinzip: 20 Prozent der Gefahren produzieren 80 Prozent der Chancen.

Was du in unruhigen Zeiten brauchst, um Kraft und Energie zu entwickeln, ist Akzeptanz.

Die meiste Kraft und Energie geht dadurch verloren, dass du mit zu vielen Dingen aus der Krise im Widerstand bist. Die Lösung ist, die aktuelle Situation, so schwierig sie auch sein mag, einfach radikal so zu akzeptieren wie sie ist. Geh nicht mehr in den Widerstand, sondern nimm die Situation einfach bedingungslos an, wie sie ist.

Du musst dich genau auf die Dinge konzentrieren, die du noch beeinflussen kannst. Mach das beste aus der Situation, lerne daraus und wachse daran.

Vielleicht darfst du im Moment nicht auf die Straße gehen, aber die Freiheit in deinem Kopf kann dir keiner nehmen.

Du ganz alleine entscheidest, womit du dich jeden Tag beschäftigst. Absolvierst du einen Kurs auf Udemy oder siehst du dir eine Serie auf Netflix an? Du kannst dir jeden Tag Wissen aneignen und Problemlösungs-Strategien entwickeln, du kannst mit den technischen Möglichkeiten unserer Zeit auch noch immer hervorragend dein Netzwerk nicht nur pflegen, sondern sogar qualitativ und quantitativ erweitern. Du hast immer noch viele Freiheiten!

Spare dir die Energie, die der Widerstand dich kostet.

Du hast nichts davon, wenn du dir Gedanken machst wie „Das darf doch jetzt nicht sein!“ und „Hätten die Politiker doch besser darauf reagiert! und so weiter. Das bringt nichts, außer dass du deine vorhandene Energie für die falschen Dinge verbrauchst. Was du fütterst, das wächst. Hör also auf zu jammern und füttere die Chancen und nicht die Gefahren.

Hast du schon erfolgreiche Sport-Teams gesehen, die ständig hadern? Zum Beispiel mit Entscheidungen von Schiedsrichtern oder mit geänderten Wetterverhältnissen. Solange der Fokus darauf liegt, können sich die Spieler nicht ihrem eigentlichen Ziel widmen und kommen nicht in die Lösung. Solange haben sie keine Möglichkeit, das Momentum zu verändern und als Gewinner vom Platz zu gehen.

Verstehe mich nicht falsch: Natürlich ist die Situation jetzt ernst. Aber gerade deswegen benötigen wir die Energie, um auch etwas Gutes für die Zukunft zu erschaffen.

Das Gegenteil von Erfolg ist nicht der Misserfolg, sondern Passivität.

Ohne Misserfolg gibt es keinen Erfolg, ohne Krise gibt es kein Wachstum. Die Krise ist Teil des Wachstums. Ohne Herbst und Winter gibt es auch keinen Frühling und Sommer.

Das Gesetz der Polarität ist eines der geistigen Gesetzmäßigkeiten und wirkt gerade in Krisenzeiten sehr stark. Die Krise ist nicht das Gegenteil von Wachstum und Wohlstand, sondern ein Teil davon. Wichtig ist allerdings, genau in dieser Krisenzeit richtig zu reagieren. Hoffnung ist dafür kein gutes Mittel.

Wer hofft, dass alles schnell vorbeigeht und dessen Arsch möglicherweise durch Förderungen gerettet werden kann, der wird verlieren. Denn Hoffnung erzeugt Passivität und gerade in Zeiten einer Krise ist das Gegenteil erforderlich: Bedingungslose Aktivität. Die Krise ist die Zeit zu lernen und Gas zu geben.

Fazit:

Jetzt ist die Zeit, um auch in dich und deine Entwicklung zu investieren. In Zeiten der Krise ist es nicht nötig, Persönlichkeitsentwicklungs-Seminare zu besuchen, die Entwicklung findet ohnehin live durch die aktuelle Situation statt. Du operierst sozusagen am offenen Herzen. Fang an zu agieren und hör damit auf, zu reagieren auf das, was passiert.

Auch wenn es dir gerade den Boden unter den Füßen wegzieht. Die Grundregel lautet: Funktioniere weiter und bleib in Bewegung. Denn aus jeder Krise gehen nicht nur Verlierer hervor, es gibt auch zahlreiche Gewinner. Übernimm Verantwortung für dein Leben und sorge dafür, dass auch du zu den Gewinnern gehörst.

martin-schmidt

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