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4 Tipps, was Du als Führungskraft gegen die Gerüchteküche machen kannst.

Die Gerüchteküche!

Willkommen in der Gerüchteküche. Gerichte, die in einer solchen Küche gekocht werden, schmecken selten gut, denn eine der unproduktivsten und schädlichsten Verhaltensweisen in Unternehmen und besonders in Teams ist die Verbreitung von Gerüchten. Selten bis nie sind solche Aktivitäten in irgendeiner weise besonders sinnvoll, geschweige denn gar produktiv. Wenn Gerüchte erst einmal Verbreitung finden, werden sie immer größer und größer und sind damit wie ein Krebsgeschwür für Unternehmen, Organisationen und Teams.

Warum starten Gerüchte denn überhaupt?

Dafür gibt es sehr viele Gründe. Oft werden sie von jemandem in die Welt gesetzt, der der Meinung ist „etwas zu wissen“. Und zwar etwas, was die anderen noch nicht wissen. In diesem Zustand geht es dann ab in die Gerüchteküche. Vielen Menschen bereitet genau dieser Zustand ein besonderes Vergnügen bzw. besondere Befriedigung, die sich dann – durch die Verbreitung – in der Steigerung des Selbstwertgefühls niederschlägt. Du brauchst sicher nicht lange nachzudenken und schon werden Dir mindestens 2 oder 3 Personen in Deinem Umfeld einfalen, die genau so sind, oder? Das Schlimme dabei: sogar wenn solche Leute wissen, dass die Informationen, die sie haben, falsch oder nicht 100 % korrekt sind, teilen sie sie trotzdem, weil sie süchtig sind nach der Anerkennung und der Selbstbestätigung. Es lässt sie wichtig fühlen. Endlich – in ihrem trostlosen Alltag werden sie nun ernst genommen. Die Gewürze duften einfach so gut in der Gerüchteküche.

Als Führungskraft ist man dem aber nicht hilflos ausgeliefert und man kann ein paar Dinge gegen die Verbreitung der – vor allem – bösartigen Gerüchte und des allgemeinen Klatsches unternehmen.

Im Konkreten möchte ich Dir hier 4 Tipps mit auf den Weg geben, wie Du die Tür zur Gerüchteküche verschlossen hältst.

 

Tipp 1: Lebe transparente Kommunikation in Deinem Team!

Wenn die Leute nicht genug Informationen haben, dann füllen Sie die vermeintlichen Löcher eben mit Gerüchten. Das verstärkt sich vor allem dann massiv, wenn es in Deinem Unternehmen oder Deinem Team gerade Veränderungen jeglicher Art gibt. Wenn Leute Veränderungen wahrnehmen, dann machen sie sich zuerst einmal darüber Gedanken, inwieweit sie persönlich betroffen sind. Wenn man in dieser Phase offen und ehrlich mit den Leuten spricht, beugt das Spekulationen, die wiederum zur Verbreitung von Gerüchten führen, vor und jeder hat immer das Gefühl, die Wahrheit zu wissen.

 

Tipp 2: Sei ein Vorbild für Dein Team!

Niemand wird großes Vertrauen zu Dir aufbauen, wenn Du selbst Gerüchte in die Welt setzt. Du wirst mir jetzt sicher entgegenhalten wollen, dass das ja logisch und selbstverständlich ist, aber keiner von uns ist ohne Schwäche und auch manche Führungskräfte sehnen sich manchmal nach Anerkennung und Steigerung von Selbstwert. Was liegt also näher, als ein paar Insider-Informationen, die niemand schmerzen, zu streuen. Lass es bitte sein! Gute Führungskräfte stehen da drüber und davon profitieren sie langfristig. Wenn Du es nicht tust, gibst Du damit Deinen Team-Mitgliedern die Erlaubnis, es auch zu tun.

 

Tipp 3: Baue Vertrauen auf!

Die besten Führungskräfte haben immer ein Ohr geöffnet für die Leute in ihrem Team. Sie haben so viel Vertrauen zu den Team-Mitgliedern aufgebaut, daß alle das Gefühl haben, mit ihren Sorgen und Problemen, aber auch mit „herumstreunenden“ Gerüchten zu ihnen kommen zu können, wenn sie sich unsicher sind. Gib Deinem Team die klare Auskunft, dass Du es willst, dass sie zu Dir kommen, wenn Gerüchte im Umlauf sind. Lass sie wissen, dass Du zu ihnen immer ehrlich und transparent bist und dass sie mit allem zu Dir kommen können, was sich nicht richtig anhört oder auch ethisch nicht in Ordnung ist.

 

Tipp 4: Zeige Null Toleranz für die Verbreitung von Gerüchten!

In vielen Situationen kann man im Team als Führungskraft locker agieren, manchmal muss man aber auch klare Aussagen treffen. Im Zusammenhang mit Gerüchten solltest Du Deinem Team klarmachen, dass Du hier eine Zero-Tolerance-Politik verfolgst und kein Verständnis dafür hast. Sage Deinem Team, warum das so ist und erkläre ihnen die Effekte für das Team oder das Unternehmen, die die Verbreitung von Gerüchten haben. Wenn Du das nicht direkt machen willst, können auch entsprechende Videos dabei helfen. Zum Beispiel dieses hier:

 

Also: falls Du bisher noch nicht gewußt hast, wie Du mit dem Gossip in Deinem Team umgehen sollst, kann ich Dir nur dringend raten, diese 4 Tipps zu beherzigen. Wichtig: warte nicht, bis es das erste Mal so weit ist, sondern mache allen von Anfang an klar, wie Deine Einstellung zu diesem Thema ist!

Übrigens: Wusstest Du schon, dass in vielen deutschsprachigen Unternehmen….ui, besser nicht! 🙂

PS: Falls Dich das Thema Gerüchte interessiert, habe ich hier noch einen sehr schönen Artikel zum Thema bei Telepolis gefunden. Viel Spaß beim Lesen!

martin-schmidt

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