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Kreatives Denken #7: Metakognition – mehr als nur das Denken über das Denken

Metakognition spielt eine beherrschende Rolle bei der Schaffung von erfolgreichen Innovationen.

Die lapidare Definition lautet: Metakognition ist das Denken über das Denken!

Doch mir führt das als Erklärung zu kurz. Denn Metakognition ist viel mehr als das. Es ist der Vorgang, eine Strategie rund um Dein Denken einzusetzen, um die Resultate zu erzielen, die möglich sind und die du dir wünscht. In der Rangordnung deines Denkens nimmt es eindeutig die oberste Position ein.

Wenn es beispielsweise darum geht, überflüssige Pfunde loszuwerden oder deinen Körper in Form zu bringen, hast du ziemlich wahrscheinlich ein paar Strategien zur Hand, wie du das angehen kannst. Du entwickelst dir beispielsweise einen entsprechenden Ernährungsplan oder ein Fitnessprogramm, dass dir dabei helfen wird, das gewünschte Gewicht bzw. den gewünschten Fitness-Level zu erreichen.

Wenn es allerdings darum geht, die Leistung deines Gehirns zu verbessern, machst du das nicht. Dabei wäre es auch hier genauso sinnvoll, sich eine entsprechende Strategie zu überlegen. Denn das ist auch in diesem Fall der Schlüssel für die Verbesserung der Leistung und hilft dir dabei, deine alten Denkpfade zu verlassen und nicht immer gleich auf die eingelernten Lösungen zurückzugreifen, wenn ein Problem auftritt.

Was dich daran hindert, sind die Denkfehler, in denen du immer noch gefangen bist. Erst, wenn du diese kennst und im Bedarfsfall erkennst, bist du bereit, eine entsprechende Strategie zu entwickeln. Die Denkfehler lähmen die Leistungsfähigkeit deines Gehirns massiv und machen dich unfähig, kreativ zu sein.

Stell dir einmal vor, du müsstest beim Schwimmen eine Hand an den Körper angelehnt halten müssen. Wie effektiv wärst du dann noch? Wahrscheinlich weniger als halb so effektiv. Mit viel Pech kannst du dich mit dieser Technik kaum über Wasser halten und verlierst damit eigentlich nahezu deine komplette Effizienz. Genau das passiert auch ständig mit Deinem Gehirn. Wir versehen es mit so vielen Limitierungen, dass wir einfach nicht mehr in der Lage sind, uns mit kreativen Einfällen gedanklich über Wasser zu halten und langsam, aber sicher in der Masse untergehen.

Im Alltag ist das wichtig und auch gut so. Denn wir werden ständig mit Tonnen von Informationen bombardiert. Wenn man das alles bewusst analysieren müsste, würde uns das schon bald alle in den Wahnsinn treiben. Daher legt sich das Hirn eben entsprechende Gruppen von Mustern und Regeln zurecht und trifft Entscheidungen auf dieser Ebene, anstatt sich jedes Mal um jedes winzige Detail zu kümmern.

Bisher im Rahmen der Artikelserie erschienen:
#1: „Wissen ist Macht!“ Wirklich?
#2: Erschaffen oder erschlaffen
#3: Du bist um 96 % weniger kreativ als Dein 5jähriges Ich
#4: Was genau ist eigentlich Kreativität?
#5: Angewandte Kreativität
#6: Die Denkmuster haben sich in unseren Gehirnen verwurzelt

martin-schmidt

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