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Selbstzweifel-Maschine

Unlängst habe ich sie bekommen: die Höchststrafe. Eine 1-Sterne-Rezension für mein ebook auf Amazon.

Hier der genaue Wortlaut:

„Habe es gekauft auch wegen der positiven Reviews, ich finde es enttäuschend weil der Inhalt so wirkt als ob aus diversen Fitness- unud Abnehmanleitungen was in eine pseudolustige Geschichte hinein gewurstet wurde“

Vielen Dank dafür an Peter, der diese Rezension verfasst hat und wieder einmal die Maschine in mir in Gang gesetzt hat, die nur sehr schwer wieder abzudrehen ist: die Selbstzweifel-Maschine.

Ist das wirklich so schlecht, wie Peter es beschreibt? Kann ich denn überhaupt schreiben? Warum schreibe ich überhaupt? Werde ich jemals davon leben können? Kauft meine Bücher jetzt noch jemand nach dieser Rezension oder war es das für mich? Und so weiter und so fort…

Natürlich weiß ich, dass Selbstzweifel der größte Saboteur für meinen Erfolg und meine Zufriedenheit sind. Natürlich würde ich da gerne drüber stehen und einfach weiter machen. Hier schreibe ich über Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen und dann lasse ich mich selbst so leicht aus der Fassung bringen. Das ärgert mich natürlich maßlos. Daher werde ich meinem Ärger hier jetzt ein wenig Luft machen in der Hoffnung, dass es mir danach wieder besser geht.

An alle, die meine Bücher ähnlich kacke finden wie Peter: es ist mir egal. Ich weiß, dass ich gut über unterschiedliche Themen schreiben kann, von denen ich Ahnung habe und ich habe nach nun schon fast vier Büchern auch einen eigenen Schreibstil entwickelt, auf den ich stolz bin und den ich je nach Thema ein wenig variieren kann. Ich habe schon eine Menge Bücher verkauft, ich stehe auf der Leseliste einer deutschen Fachhochschule, ich werde in Wikipedia zum Thema „Führung“ zitiert und ich bekomme tolles persönliches und schriftliches Feedback von meinen Leserinnen und Lesern. Ich werde in den nächsten Jahren noch ein paar weitere Bücher schreiben und ich werde von diesen Büchern auch gut leben können. Mir ist bewusst, dass meine Bücher nicht alle Leute gut finden. Und das ist auch gut so. Denn ich will gar nicht, dass meine Bücher alle Leute gut finden. Ich will Leser, die mir sympathisch sind. Die mit mir auf einer Wellenlänge sind. Die eine positive Einstellung zum Leben haben. Die nicht von Neid zerfressen sind, weil andere etwas machen oder geschafft haben, von denen sie selbst ihr Leben lang nur träumen und dann doch wieder feig am Montag ihrem sicheren und gutbezahlten Job nachgehen. Ich will Leser, bei denen nicht das Sonntags-Schnitzel das einzige ist, was über den Tellerrand schaut.

So, jetzt geht es mir schon viel besser. Nur um das klarzustellen: ich bin nicht dünnhäutig und kann auch mit Feedback und Kritik meistens gut umgehen. In gewisser Weise bin ich also auch dem Rezensenten Peter sehr dankbar für sein Feedback, weil er in mir etwas in Gang gesetzt hat: eine Jetzt-erst-recht-Mentalität, die ich vom heutigen Tag an nicht mehr aufgeben werde und die mich ab sofort wie ein Mantra durch meine berufliche Karriere tragen wird.

Fangt jetzt aber bitte nicht alle damit an, meine Bücher so kacke zu bewerten. Wenn ihr was von mir gelesen habt, freue ich mich aber trotzdem sehr über eine Rezension auf Amazon. Die sind nämlich extrem wichtig und können in der Tat über Existenz oder Nicht-Existenz entscheiden. Eine schlechte Rezension muss daher von einer Welle guter Rezensionen weggeschwemmt werden, um bei Interessenten wieder Vertrauen zu schaffen. Genau dieses Vertrauen werde ich mir jetzt wieder aufbauen und ich würde mich freuen, wenn DU MIR DABEI BEHILFLICH BIST.

 Danke und weiterhin viel Spaß mit Dir selbst wünsche ich Dir!

martin-schmidt

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