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Tipp 9/25: Überlege Dir, welche Rolle Du in Deinem Team spielst! (25 Tipps für erfolgreiches Team-Management)

Wie schon kurz angedeutet:

Um ein guter Team-Manager zu sein, ist es nicht zwingend erforderlich, die Alpha-Rolle einzunehmen.

Dennoch gibt es gute und weniger gute Positionen für den Job.

Die erste und auch oftmals angewendete Methode ist es, im Team die Alpha-Rolle innezuhaben. Das hat einerseits den Vorteil, dass Du die unumstrittene Führungsrolle im Team hast. Auf der anderen Seite bringt es Dich oftmals in Konfliktsituationen mit Deinem Omega und Dir fehlt der nötige Weitblick für weitreichende Entscheidungen.

Aus der Beta-Position wird das Team besonders oft geführt, wenn die Führungskraft aus dem Team hervorgeht. Früher war die Person als Fachexperte bekannt und auch heute nimmt sie als Team-Manager diese Funktion immer noch wahr und wird wegen ihrer Kompetenz geschätzt.

Zwei Auffälligkeiten sind hier besonders zu bemerken. Die Team-Mitglieder helfen sich oft nicht gegenseitig, sondern suchen sich ihren Rat einzig und allein bei der Führungskraft. Sie entwickeln sich dabei nur selten weiter, sondern kommen das nächste Mal mit der gleichen Frage wieder. Außerdem kommt es auch noch sehr häufig vor, dass der Team-Manager Fachaufgaben selbst durchführt, weil er schließlich selbst sein bester Mitarbeiter ist. Die Konsequenzen dieses Handelns liegen auf der Hand: Es wird zu wenig Zeit bleiben, um das Team weiterzuentwickeln und sich um seine Führungsaufgaben zu kümmern.

Fast unmöglich wird es, das Team aus der Gamma-Rolle zu managen. Spätestens bei den ersten fachlichen Herausforderungen, die das Team zu meistern hat, wird die Kumpelrolle einfach nicht mehr ausreichen. Ich sage nicht, dass es ganz unmöglich ist, aber es erfordert ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, damit man aus dieser Position führen kann.

Auf Dauer wird es wahrscheinlich auch aus der Omega-Rolle unbequem, ein Team zu führen. Wie glaubwürdig ist man, wenn man ständig alles nur kritisiert und als Outlaw auftritt? In der Anfangsphase kann das zielführend sein, um einige Veränderungen im Verhalten des Teams zu bewirken, aber langfristig sollte man sich aus dieser Position verabschieden.

Es ist aber auch möglich, das Team aus keiner dieser Positionen zu managen. Meiner Meinung nach ist es sogar nicht nur möglich, sondern die beste aller Varianten.

Die ideale Position ist aus meiner Sicht die Beobachter- oder auch Schiedsrichterrolle.

Nimm einen kleinen Respektabstand zu Deinem Team ein und beobachte das Geschehen! Greife ein und steuere, wenn etwas aus dem Ruder läuft, lasse aber sonst den Dingen ihren Lauf!

Das hat den Vorteil, dass Du unangreifbar bist. In jeder anderen Rolle hast Du Konkurrenten oder einen Gegenspieler. In der Beobachterrolle bist Du sicher. Klar, Du bist keiner von ihnen mehr, aber mach Dir nichts vor: Sobald Du die offizielle Führungsrolle in einem Team übernimmst, bist Du das für die anderen Team-Mitglieder ohnehin nicht mehr.

Viele führen aus dieser Position sehr gut, es gibt nur einen Kardinalsfehler, den einige dabei begehen: Sie haben einen zu großen Abstand zum Team gewählt und so den Kontakt verloren. Diese Manager erkennt man daran, dass sie sich entweder hinter ihrem Computer verkriechen oder auf irgendwelchen Meetings sind, von denen das Team nie etwas mitbekommen wird.

Anders ausgesprochen: es ist alles eine Frage der richtigen Flughöhe. Fliegst Du zu niedrig, bist Du zu nah am Geschehen und hast keinen Überblick – fliegst Du dagegen zu hoch, erkennst Du nicht mehr, was am Boden vor sich geht.

Zusammengefasst kann man sagen, dass Team-Management grundsätzlich aus allen Positionen möglich ist, wichtig ist aber vor allem selbst zu wissen, in welcher Position man sich befindet. Viele Manager und auch ich persönlich bevorzugen die Führung aus der Beobachterrolle. Ob auch Du diese wählst, liegt aber letztendlich in Deinem Ermessen.

Teste einfach einige Positionen aus und Du wirst merken, in welcher Rolle Du Dich am wohlsten fühlst!

TO DO LIST:

-Überlege Dir, welche Rolle Du in Deinem Team innehast.

-Analysiere, was in Deiner individuellen Situation die Vor- und Nachteile Deiner Rolle sind.

-Denke nach, ob Du das Team weiterhin aus dieser Rolle führen oder lieber eine andere Rolle einnehmen willst.

 

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PPS: Sozusagen als Bonus-Track zu den 25 Tipps für erfolgreiches Team-Management habe ich Dir eine Checkliste für erfolgreiche Mitarbeiter-Gespräche erstellt, die Du Dir hier runterladen kannst.

Martin Schmidt

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